Rückblick Winterprüfung 17.12.2009
Geschrieben von: Andreas Oeft Freitag, den 18. Dezember 2009 um 20:23 Uhr
Hallo alle zusammen,
der Jahresabschluß, war wie immer, unsere Winterprüfung. Die diesjährige Prüfung fand aber diesmal nicht am letzten Wochenende vor den Ferien statt, sondern schon am eigentlichen letzten Trainingstag, am Donnertag.
Da wir im Vorfeld schon viele potenzielle Prüflinge von der Prüfungsliste auf Grund von teilweise erschreckender Technikausführung (...wer weiß warum auch immer...) streichen mußten, hatten Horst und meine Wenigkeit schon die größten Befürchtungen, das bei den verbliebenen 14 Prüflingen (...Marlene war leider erkrankt...) "Prüfungspanik" ausbricht und so die Prüfung zu keinem vorzeitigem Geschenk wird.
Dies war aber Gottseidank nicht so. Denn alle Prüflinge haben ihre Prüfung zum nächst höheren Kyugrad bestanden. Auch nochmal von uns "Herzlichen Glückwunsch"!
Den Anfang machten bei mir in der Prüfgruppe die beiden Jüngsten, Amélie und Erik. Beide sichtlich aufgeregt vor ihrer ersten JJ-Prüfung, waren die ersten Techniken (Bewegungslehre und Bodentechniken) auch nicht ganz so flüssig wie im Training.
Dies änderte sich aber im Laufe der Prüfung gewaltig. Abwehrtechniken und das Beinstellen liefen wie am Schnürchen, auch der Seitstreckhebel und die Fallschule wurden tw. mit sehr hohen Punkten bewertet. Nur bei der Freien Anwendungsform und in der Bewegungslehre muss vor der nächsten Prüfung noch ein bisschen mehr geübt werden. An sonsten waren das zwei recht gute Prüfungen. Jannis war der nächste Kandidat. Auch er war vor seiner ersten Prüfung nervös, was sich aber in seinen Ausführungen in keinster Weise wiederspiegelte. Außer an seiner Deckungsarbeit und an seinem Sturz seitwärts gab es überhaupt nichts zu meckern und so legte er eine sehr gute Prüfung ab, alle Achtung. Karl, das nervöse Hemd, war der Nächste. Bei manchen Techniken stand er, so hatte ich den Eindruck, sich selbst im Weg. So schluderte er bei den Atemi- und Hebeltechniken. Aber die dort liegengelassenen Punkte konnte er durch seine guten Boden-, Fall- und Abwehrtechniken wieder aufholen und bestand so natürlich auch mit einer noch guten Prüfung. Die drei Vollgurtanwerter, Hannes, Sina und Luca, waren die letzten Prüflinge. Hannes begann trotz riesen Aufregung recht gut, legte eine gute Bewegungslehre und sehr gute Bodentechniken hin. Bei den Atemis hatte er wohl eine kleine Konzentrationslücke, die sich aber bei den Hebel und Würftechniken wieder schloss. Auch er legte eine recht gute Prüfung ab. Bei Luca war für mich eine gute Prüfung eigentlich nur Formsache. Auch er schwächelte ein wenig bei den Atemis (...hmm....das müssen wir wohl nochmal üben was ? ...). Auch an seiner Deckung gibts noch ein paar Verbesserungen. Aber alles in allem legte auch er eine gute Prüfung ab. Den Vogel schoss aber Sina ab. Sehr saubere Techniken in allen Bereichen, viele verschiedene Haltetechniken und Sicherungstechniken bei den Kombinationen, Fallschule komplett mit Rollen (...ist eigentlich erst ab Oranggurt gefordert...), sehr gute Bewegungslehre und Deckungsarbeit bei der Freien Anwendung usw. Sina verpasste nur um einen Punkt die Höchstpunktzahl.
Ein echt beeindruckende Prüfung, bitte weiter so!
Über Horstis Prüflinge kann ich hier nur am Rande berichten, da ich so zwischen durch nur etwas gesehen habe.
Sophie und Johannes waren zur orangenen Spitze angetreten. Bei Johannes war mir das Bestehen der Prüfung im Vorraus schon klar. Ich hatte das Gefühl, was Horst auch mir später bestätigte, er hatte die Handbremse angezogen und hat so einige Punkte verschenkt. Sophie hingegen war wie üblich bei Prüfungen sehr aufgeregt und zu zaghaft, legte aber, wie Jo, eine gute Prüfung ab. Sebastian hatte wohl auch die Bremse angezogen, so Horst. Der Kampfsporterfahrene (..violetten Gürtel im Karate..) war zwar sehr dynamisch und technisch recht sauber, hätte aber durch noch mehr Einsatz (...Bremse lösen...) eine weit aus bessere Prüfung ablegen können. Sie war aber trotzdem gut. Guido und Christoph zeigten eine recht ordentliche Prüfung, die aber noch Potenzial nach oben offen hält. Verena und Fabian, zum Oranggurt geprüft, mußten bis zuletzt schon richtig Gas geben, auch im abschließenden Bodenkampf wurde ihnen nichts geschenk. In der Freien Selbstverteidigung wurden sie bis fast zur Belastungsgrenze gescheucht. Beiden bestanden mit einer wirklich guten Prüfung.
Zum Abschluß wünschen die Trainer des Goshin Dojos allen ein schönes, ruhiges, gesundes und stressfreies Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr.
Trainingsbeginn ist der Donnerstag, der 7. Januar 2010.
Andreas



