Gedanken zur Prüfungsvorbereitung in unserem Dojo
10. AW: Gedanken zur Prüfungsvorbereitung in unserem Dojo
Geschrieben von: HorstDienstag, den 11. Mai 2010 um 16:09 Uhr
Uwe, ich muss dir leider widersprechen, doch ich glaube nicht, dass uns diese Diskussion im Netz weiterhelfen kann, wenn nicht die Schüler sagen, was ihnen fehlt oder zuviel ist.
Welche Schlüsse man daraus zieht, ist dann unsere Sache bei der Trainingsumsetzung.
Am "vorgegebenen" Prüfungsprogramm, dass noch nie vorgegeben war, sondern immer nur eine Hilfestütze, kann es nicht liegen, dass die grundsätzliche Einstellung zum Training, zur Prüfungsvorbereitung und auch zur Prüfung von jedem einzelnen kritisch hinterfragt werden sollte.
Wir betreiben unser Ju-Jutsu nicht erst das letzte Jahr über und ich glaube nicht, dass wir uns bisher verstecken mussten. 
Also sind alle Kyu-Grade ausdrücklich aufgefordert hier mal Stellung zu beziehen.
Gruß
Horst
Die Wahrheit ist: Der Vogel sieht es von oben und der Fisch von unten!
(Geändert: Mittwoch, den 19. Mai 2010 um 19:46 Uhr)
11. AW: Gedanken zur Prüfungsvorbereitung in unserem Dojo
Geschrieben von: PeterDienstag, den 11. Mai 2010 um 22:36 Uhr
Hallo zusammen
Zum Program:
Ich glaube ehrlich gesagt gar nicht das es an dem eingestellten Prüfungsprogramm liegt. und ausserdem habe ich es seit Anfang an so verstanden, das die Prüfungen auf der Webseite ausschließlich als Vorschlag zu verstehen sind und nicht als die heilige Biebel gesehen werden. ----- eben als roter Faden
---- Und eben dieser rote Faden wird für die Kinder und z.T. auch Jugendlichen auch benötig, damit man überhaupt etwas in der Hand hat, an dem man sich entlang hangeln kann. Ich bin auch Kathis Auffassung, "...das ist für Erwachsene eine gute Idee, funktioniert bei den Kindern aber ganz sicher nicht."
Ich sehe es also auch rein als Hilfmittel, damit die Erwachsenen dann ein entsprechendes Technikrepertoir haben um sich ihre eigenen Kombinationen zusammenzustellen zu können. Und ich habe es in der Vergangenheit auch stets kennengelern, das man sogar ermutigt wurde seine eigenen Techniken (welche einem liegen) dort einfließen zu lassen.

@Uwe
Du hattest im letzten Eintrag noch angführt: "So wird das auch in anderen Vereinen gehandhabt."
Aber grade auf dem letzten vorbereitungslehrgang 1-2 Kyu durfte ich mir anhören, das sich die Schüler eben so eine Vorlage wünschen würden. Ich wurde sogar gebeten, einem Schüler diese Vorlage zukommen zu lassen.

Zum Lernverhalten der Kids:
Das die Kinder in den letzten Jahren nicht mehr so aufnahmefähig sind, schätze wie folgt so ein. Die jetztigen Schulkinder (z.B. 2te Klasse gesamtes 1x1) müssen das Lernpensum in einer exorbitanten Geschwindigkeit durchziehen. D.h. die Kinder müssen auch nach der Schule eine ganze Weile paucken und Hausaufgaben erledigen. Danach geht es zu Hobbies wie Tanzen, Musik, Fussball, (Tisch-)Tennis, Feuerwehr und natürlich Ju-Jutsu. Da hat ein Kind dann auch ganz schnell mal jeden Nachmittag 5Tage die Woche, was vor. Und die Wochenenden sind auch noch, je nach Sportart, mit Punktspielen besetzt. Das ein Kind da irgendwann einen "Buffer overflow" (Speicherüberlauf) bekommt und damit nicht mehr Aufahmefähig ist, dürfte ganz klar sein. 
Zum eigendlichen Thema zurück
:
Ich könnte jetzt den letzten Eintrag von mir kopieren... das wäre aber wohl wenig sinnvoll.
Ich möchte dem jedoch noch hinzufügen. Der "Goshin-Dojo" gibt seinen Schülern das Rüstzeug an die Hand. Aber Laufen lernen müssen sie schon von selbst....
In dem Sinne.
Gruß Peter

Lebe und Liebe jeden Tag so als wäre es Dein letzter,
aber behandele jeden mit Respekt als müstest Du jahrhunderte mit ihm verbringen.
12. AW: Gedanken zur Prüfungsvorbereitung in unserem Dojo
Geschrieben von: AndreasMittwoch, den 12. Mai 2010 um 11:19 Uhr
Hallo Horst, Hallo Peterle,Hallo Uwe und Co.
ich sehe das ganz genauso wie ihr, am Prüfungsprogramm, oder viel mehr roter Faden, liegt es definitiv nicht! Was Peter sagt, ist mir in früheren Lehrgängen auch schon vorgekommen, das mich Ju-Jutsukas angesprochen haben und fragten, woher wir diese (...also unsere..) "Prüfungsunterlagen" denn hätte! Ich sehe den roten Faden grade für Anfänger und Kinder als sehr wichtig an. Allein um sich da heraus einige Idee und Techniken rauszufiltern. Bei den Fortgeschrittenen (...auch bei den Kids...) sehe ich jetzt des öfteren, das sie ihre Prüfungsprogramme selbständig umschreiben. Halt nicht alle, aber doch einige. Und das ist es doch, wo wir hin wollen! "Mir gefällt diese oder jene Technik nicht, ok ich überleg mir was"
Aber ohne diesen roten Faden kämen sie garnicht darauf, sich IHR Programm zu erstellen. Aber ohne Unterstützung würde das 1.ewig dauern, 2. viel mehr Zeit für die ÜL´s in Anspruch nehmen und 3....und von den Anfängern in keinster Weise erbracht werden!
Und Peter, die Geschichte mit der Schule, pflichte ich dir bei. Was die Kids heutzutage in der Schule leisten müssen, ist echt erheblich. Vielleicht erwarten wir auch zu viel.
In den Sommerferien werden die ÜL´s aber ausgiebig darüber beraten......
Bis dahin und schönen Vatertach
Andreas

Lieber Frühlingserwachen als spätrechtseinschlafen
13. AW: Gedanken zur Prüfungsvorbereitung in unserem Dojo
Geschrieben von: LutzDienstag, den 25. Mai 2010 um 13:55 Uhr
Mich hat beim Jujutsu eigentlich nur das Techniktraining gehalten und die Prüfungen (inkl. Prüfungsvorbereitung) sind für mich ein notwendiges Übel, damit ich beim Techniktraining interessantere Techniken machen kann.
Und wenn ich den Eindruck gewinne, dass das Training nur noch aus Prüfungsvorbereitung besteht, lässt dann natürlich die Motivation nach und ich muss mich stärker am Riemen reißen.
Das hat aber nichts damit zu tun, dass ich in den letzten Wochen nicht gekommen bin, und auch diese nicht kommen werde. Ich habe mir Ende April eine Sehnenscheidenentzündung am großen Zeh des rechtens Fußes zugezogen. Mein Plan war erst das so lange zu ignorieren bis es weg ist, aber das stellte sich als eine der dümmsten Aktionen heraus, die ich in letzter Zeit gebracht habe.
14. AW: Gedanken zur Prüfungsvorbereitung in unserem Dojo
Geschrieben von: UweDienstag, den 25. Mai 2010 um 21:53 Uhr (Themenstarter)
Hallo zusammen,
ich glaube Mittlerweile nicht mehr daran das sich wirklich mehrere hier zu Wort melden. Daher sollten/werden wir ÜLs das ganze im Gespräch untereinander in der Sommerpause klären bzw. beratschlagen.
An alle meine Vorschreiber,
das wäre schön wenn alle Prüflinge das Programm auch nur als Angebot verstehen würden. Von fast allen wird dieses als "Vorgabe" geglaubt bzw. verwendet.
Aber trozdem -und das stimme ich dir zu Horst- brauchen und werden wir uns auf Lehrgängen o.ä. nicht zu verstecken. 
Viele Grüße
Uwe
15. AW: Gedanken zur Prüfungsvorbereitung in unserem Dojo
Geschrieben von: FabianMittwoch, den 26. Mai 2010 um 05:41 Uhr
Hmmm... Wenn ich sowas lese wie
Von fast allen wird dieses als "Vorgabe" geglaubt bzw. verwendet.
Muss ich mich wohl auch noch mal zu Wort melden.
Ich finde Ehrlich gesagt hier wird über einen geringen Teil von Leuten gesprochen.
1. Kinder: Für die ist das eine super Sache. Als Kind ist man froh wenn man etwas in der Hand hat an dem man sich festhalten kann und womit man sich zu beschäftigen weiß. Wenn z.B. ich sehe wie Kinder heute schon in der Schule unter druck gesetzt werden ist es doch ganz angenehm wenn sie nicht auch noch zusätzlich schulische Verhältnisse in der Freizeit vorfinden.
2. jegliche Art von Schülergraden deren Prüfung innerhalb des Dojos abgelegt werden können. Ich für meinen Teil stehe ja mit der nächsten Graduierung kurz davor, in die weite Welt der Landesprüfungen entlassen zu werden. Und ich muss sagen (und da spreche ich denke ich für alle Graduierungen von weiß-orange die noch keine Vorkenntnisse besitzen) das ich froh war einen Zettel zu haben wo drauf stand was ich machen muss... und ja, auch ich hab damals von weiß auf gelb das ding als die heilige Bibel angesehen, was daran liegt das ich noch nicht wirklich ein Technikrepertoir hatte, geschweige denn wusste wie das jetzt genau heißt was ich da mache.
Für mich hat es zum Orangegurt langsam angefangen das ich den Zettel genommen hab und mir dachte "Hmmm... das ist eine tolle Technik, aber für mich ist sie nichts". Dann hab ich halt jemanden gefragt der in der nähe war (ob Übungsleiter oder eine andere höhere Graduierung) um mir ein paar Ansätze zu holen wie man es noch machen könnte oder ich habe mich evtl. an eine alte Trainingseinheit erinnert wo wir "Techniken quer durch den Gemüsegarten" gemacht haben und konnte diese in das Prüfungsprogramm einbringen.
Zu letzteren noch ein für mich wichtiger Kommentar:
- in letzter zeit wurden diese Trainingseinheiten doch sehr Stiefmütterlich behandelt, was ich sehr schade finde. Zum einen kann ich da auch mal über den Tellerrand hinweg gucken was es noch so gibt und zum anderen lerne ich nebenbei noch neue Techniken oder finde heraus wie ich sie in anderen Situationen noch einsetzen kann.
Ich hoffe wir machen bald wieder mehr solcher Einheiten, ansonsten haben wir beim Ju-Jutsu bald Universitäts ähnliche Verhältnisse, die Leute kommen hin kaufen sich das Ju-jutsu 1x1, suchen sich nen Partner und fragen nur ab und an mal wenn sie nicht mit den Beschreibungen im Buch zurecht kommen. Wenn man das man ins absurde treibt und sich den Worst-Case-Fall ausmalt und man zusätzlich noch DVDs mit ins Spiel bringt, würden die Trainierenden nur noch zum Training kommen weil sie zuhause keine Mattenfläche haben und die Übungsleiter hätten nicht mehr zu tun außer zu gucken und selbst zu Trainieren, was ich nicht gut finden würde, weil dann der geist des Dojos nämlich noch etwas "Do" vom Ju-Jutsu-Do mitzugeben fasst völlig verloren gehen würde.
Hui!!! da hab ich ja wieder viel geschrieben 
Was im schlaflosen Kopf doch so alles schlummert, ich hoffe ihr hattet viel spaß mit meinem geistigen Erguss.
Gruß Fabian
"Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben."
[Albert Einstein]
16. AW: Gedanken zur Prüfungsvorbereitung in unserem Dojo
Geschrieben von: UweMittwoch, den 26. Mai 2010 um 18:33 Uhr (Themenstarter)
Hallo Fabian,
sehr schöner Beitrag. Danke dafür. 
Was die Kinder und das Programm angeht gebe ich allen Vorrednern absolut Recht. Meine Aussagen beziehen sich hier mehr auf die Erwachsenen da ich am Kindertraining ja nicht teilnehme. Vielleicht vergleiche ich auch einfach nur meine damalige Zeit als Einsteiger mit der der heutigen Ju-Ju-Sportler.
Aber wenn über das Thema mal offen konstruktiv dirkutiert wird haben wir ja schon etwas erreicht. KOMUNIKATION!!! 
Viele Grüße
Uwe
17. AW: Gedanken zur Prüfungsvorbereitung in unserem Dojo
Geschrieben von: DanielDonnerstag, den 27. Mai 2010 um 13:05 Uhr
so ich bin wieder aus dem Urlaub zurück und habe wieder Zeit für Ju Jutsu 
ich bin ja noch der totale Rookie im Boot und habe eigentlich keinen Gürtel, nur den, der die Hose oben hält.. Ich finde es sehr interessant, dass die Trainer hier ihr eigenes Ding anzweifeln.. Ich bin immer sehr begeistert von den Trainern hier, weil es ja so viele sind und alle ihren individuellen Stil haben und auch vermitteln!
Mir macht das Training eigentlich immer Lust und Laune, sonst würde ich ja nicht kommen! Aber zur Zeit ist ja wie jeder weiß nunmal Prüfungsvorbereitungszeit, da muss ich schon sagen, freue ich mich nur aufs Training wenn bestimmte Gesichter da sind. Denn es läuft nicht mit jedem gleich gut, damit meine ich nicht, dass einer schwerer als der andere ist, oder leichter zu werfen o.ä., sondern dass nicht jeder das Training richtig ernst nimmt. Viele kommen da leider nur hin und machen ihr Schwätzchen, oder kommen generell nur sehr unregelmäßig
. Aber das muss jeder selber wissen, ich bin mal gespannt wer alles eine gute Prüfung machen wird, geschweige denn zugelassen wird. Ich freue mich schon wenn ich auch mal Prüfung machen darf
Ich fände es auch eine gute Idee, das Programm selbst zu schreiben, zumindest bei den Erwachsenen, dann muss sich jeder auch mal bissi Gedanken in der Theorie darüber machen, wie er was, wie machen will, dann muss man nicht nur nachmachen was auf dem Zettel steht. Allerdings weiß ich niht wie komplex die Sache bei den höheren Graduierungen ist, ich kenne nur das Programm vom 5. Kyu und das vom 4. ein wenig.
das ist meine Meinung zu dem Thema! Etwas mehr Biss und Selbstdisziplin würde manchmal nicht schaden..
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